Dezember 2018

FOMO-Alarm! Douyin hat sich zur heißesten sozialen Plattform in China und weltweit entwickelt. Douyin erreicht jetzt täglich über 200 Millionen aktive Nutzer. Die Plattform übertraf im ersten Quartal 2018 Facebook, Instagram und YouTube als die weltweit am häufigsten heruntergeladene App mit geschätzt 45,8 Millionen Downloads.

Douyin ist eine 2016 gegründete Social-Media-App zum Erstellen und Teilen von kurzen Musikclips und Live-Videos. Ihre internationale Version heißt TikTok und kann nur außerhalb von Festlandchina heruntergeladen werden.

 

Douyin bietet eine hochinteressante Gelegenheit für Marken, Kunden in China zu erreichen, vor allem auf dem Markt der Generation Z. Die App befindet sich derzeit in einer frühen Produktlebensphase, so dass Unternehmen noch vom Erstanbieter-Vorteil profitieren können, wenn sie die Plattform richtig bedienen.

 

Hier kommen 6 Tipps, wie Sie mit Douyin für Ihre Marke in China starten können:

1.     Generation Z und demographischer Wandel

Douyin ist die Social-Media-Plattform für die Generation Z mit über 70 % Nutzern unter 24 Jahren und 90 % Nutzern unter 35 Jahren. Weiter interessante Erkenntnisse: 60 % aller Nutzer sind weiblich, 60 % haben einen College-Abschluss oder höher. Aktuelle Studien zeigen eine schnelle geographische Verbreitung, wobei über 40 % der Nutzer in Tier-1- und Tier-2-Großstädten leben und weitere 50 % in Tier-3- und Tier-4-Großstädten.

2.     Offiziell auftreten oder über KOL?

Derzeit sind die beiden wichtigsten Nutzungsarten für Douyin die gleichen wie bei jeder anderen Plattform: Man kann Douyin für eine offizielle Kampagne bezahlen oder über KOL einsteigen, wenn das Publikum der entsprechenden Meinungsführer zu einem passt.

Für Unternehmen mit höheren Werbebudgets empfiehlt es sich, Markenkampagnen direkt zusammen mit Douyin zu erarbeiten. Zu einer Douyin Kampagne gehören im Normalfall Banner, eine beworbene Hashtag-Challenge und gegebenenfalls ein maßgeschneiderter Videofilter. Die gute Neuigkeit ist, dass das Publikum von Douyin sehr aufgeschlossen für Werbeinhalte ist. Über 70 % der Nutzer würden kommerzielle Inhalte akzeptieren, wenn sie interessant sind. Und mehr als 40 % der weiblichen Nutzer haben nichts gegen Produktplatzierungen in Video-Tutorials einzuwenden.

Michael Kors, Adidas Neo und Audi gehörten zu den ersten Marken, die mit der App zusammengearbeitet haben. Mittlerweile sind viele weitere Marken dazu gestoßen, darunter Airbnb und Pizza Hut.

3.     Eine Hashtag-Challenge starten

Im vergangenen Jahr war Michael Kors die erste Luxus-Modemarke, die mit Douyin zusammenarbeitete, indem eine Hashtag-Challenge gestartet wurde, um das Laufsteg-Event „The Walk“ (#KorsShanghai#) anzuheizen. Der offizielle Wettbewerb mit dem Hashtag ermöglichte es den Nutzern, ihr eigenes Laufsteg-Video mit einem speziell entworfenen Videofilter zu produzieren. Die Marke erarbeitete zudem mit führenden chinesischen Meinungsmachern Inhalte zu Kleidung und Accessoires von Michael Kors. Die Kampagne brachte über fünf Millionen Aufrufe mit nur drei KOL-Videos und über 30.000 von Nutzern erstellte Clips.

4.     Vertikal denken

Hier ein schräger statistischer Wert: 94 % der Zeit nutzen wir unser Handy vertikal, auch wenn wir uns horizontale Videos ansehen. Douyin ist für die mobile Nutzung vorgesehen und dafür, Videos vertikal anzusehen. Das zielt genau auf die Art ab, wie Kunden auf den Bildschirm schauen. Marken müssen vertikal denken, wenn sie ihre Strategien für Douyin entwickeln.

5.     Was kostet es?

Bis vor Kurzem wurde die App genutzt, weil es eine kosteneffizientere Alternative zu anderen chinesischen sozialen Medien wie Weibo und WeChat war, aber da Douyin immer beliebter geworden ist, sind auch die Kosten für die Vermarktung über diese Plattform gestiegen. Die Preise für KOL-Posts variieren, doch der Standard-Tarif pro Post auf Douyin errechnet sich aus der Zahl der Follower x (0,03 - 0,05) RMB.

6.  Lokal angepasste Strategie und Inhalte sind entscheidend

Eine clevere Hashtag-Challenge ist der Schlüssel zu viralem Erfolg. Viele Marken erhielten eine überwältigende Aufmerksamkeit durch Hashtag-Challenges, die sie nicht einmal selbst gestartet hatten. Beispielsweise verbreitete sich die berühmte Hot-Pot-Kette Haidilao plötzlich viral, als viele Nutzer anfingen, beim Besuch der Restaurants alternative Rezepte zu teilen.

 

 

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