November 2019

Die Produktion von Text-, Bild- und Videoinhalten ist mittlerweile (sehr) komplex geworden... und steht im Spannungsfeld zwischen der Vielfalt der Vertriebskanäle, der Notwendigkeit einer globalen Kohärenz und immer kleiner werdenden Budgets. Diese Komplexität verschärft sich noch weiter, wenn sie zusätzlich eine internationale Dimension erhält.  Die Lösung, um dieser wachsenden Komplexität Rechnung zu tragen, heißt Content Factory.

Aber was genau ist eine Content Factory?

Die Antwort liegt in der Herausforderung, der sie sich stellt:  Eine Methode finden mit der sämtliche Inhalte einer Marke oder eines Konzerns ohne Abstriche bei der Qualität produziert werden können – bei gleichzeitiger Abstimmung auf die lokalen Märkte und einer Budgetoptimierung.

Sinn und Zweck einer Content Factory ist es, die Erstellung, die Produktion und das Management der Inhalte neu zu überdenken, um sie zu optimieren, die Nutzungsrate der Produktionen zu verbessern und ihre Implementierung reibungsloser und effizienter zu gestalten.

Ziel ist dabei jedoch keineswegs eine Vereinheitlichung und Standardisierung bei der Erstellung von Inhalten. Es geht um einen industriellen, aber gleichzeitig maßgeschneiderten Ansatz, in dem sich sämtliche Länder wiederfinden können.

 

Erfolgreich alles produzieren?

Eine Content Factory, meinetwegen. Aber mit welchem Nutzen?

  • Die Verkürzung der Fristen der Markteinführung beim Herausbringen neuer Inhalte;
  • Kostenoptimierung;
  • Garantie einer besseren Wiederverwertung von Inhalten;
  • Die Wahrung des Markenimages auf internationaler Ebene;
  • Die Beschleunigung des digitalen Wandels eines Unternehmens in seiner Gesamtheit.

 

Wie wählt man „seine“ Content Factory aus?

Es gibt mehr als nur ein einziges Content Factory-Modell. Und sie muss an die jeweilige Kultur und die Bedürfnisse des Konzerns im Bereich der Kommunikation angepasst werden. Manchmal geschieht dies, indem gewisse interne Strukturen als Fortführung der digitalen Transformation weiterentwickelt werden.

Beim Aufbau der eigenen Content Factory geht es darum, die passende interne Organisation zu definieren und das entsprechende Ökosystem externer Berater auszuwählen. Ziel ist es, die Workflows im Einklang mit den Bedürfnissen und den vorhandenen Budgets zu organisieren.

Es gibt eine umfangreiche Palette an Modellen.  Hier stellen wir Ihnen drei Beispiele vor:

  • Die integrierte Content Factory: eine Funktionsweise in Eigenregie, beispielsweise durch die interne Einrichtung eines Studios. Es wird jedoch empfohlen, eine externe Postproduktion einzuplanen, um eine variable Bandbreite nutzen zu können.
  • Die hybride Content Factory: maßgeschneiderter Aufbau mit einer bzw. mehreren auf ihrem jeweiligen Gebiet spezialisierten Agenturen. Wichtig ist hierbei, den Bereich Produktion als eines der zentralen Elemente beizubehalten, um ihn für sämtliche Anforderungen zu optimieren.
  • Die Content Factory 360°: Mit dieser Variante können Mehrmarken-Inhalte erstellt, gemeinsame spezifische Bedürfnisse zwischen den Ländern gebündelt und bereits ab der Kreativphase einer Kampagne ein lokaler Ansatz verfolgt werden – das Ganze gestützt auf eine gemeinsame Plattform, mit der starke Synergien generiert werden können.
  • Doch, um die Frage zu beantworten:  Das Modell der Content Factory, das Sie nutzen sollten, muss auf Sie persönlich zugeschnitten sein.

 

Synergien identifizieren, Bedürfnisse bündeln, Teams optimieren

Wie lässt sich eine Content Factory implementieren?

Die Implementierung einer Content Factory ist eine strategische Angelegenheit, die sich auf zwei im Voraus zu durchlaufende Etappen stützt:

  1. Die Kartographie der Organisation des Konzerns
  2. Die Definition des RACI- und des Workflow-Projekts

Die Implementierung erfordert sowohl eine Mobilisierung auf sämtlichen Ebenen als auch ein gutes Management der Umstrukturierung. Es handelt sich um eine agile Lösung, die mit der Zeit im Einklang mit den Bedürfnissen des Konzerns, der Strategie und der Trends des Markts weiterentwickelt werden muss.

Die Implementierung einer Content Factory muss mit weiteren wichtigen Elementen der digitalen Transformation auf internationaler Ebene einhergehen: der Implementierung von Instrumenten (PIM, DAM, SAM), um die Verbreitung und die Anpassung der Inhalte in sämtlichen Kanälen zu erleichtern, die Arbeit an der Sichtbarkeit der Marke, die Erhebung von Daten zur Analyse der jeweiligen Märkte, die Analyse der KPIs zur Orientierung der Strategie der Marke.

 

Und dann? Dann kommt der angenehme Teil: Inhalte erstellen, eine ganze Bandbreite an Formaten zu beherrschen und zu sehen, wie die eigene Zielgruppe sich für die immer besser auf sie zugeschnittenen, reichhaltigeren und passenden Inhalte begeistert.